Halde Rockelsberg? Landmarke? Schon mal was davon gehört?

Josef Jakobi, wohnhaft in der Pfarrei St. Peter, engagiertes Mitglied des Pfarreirates,  kann Einiges dazu erzählen:
 

2018 entstand die Idee, auf der bis heute ungenutzten Abraumhalde auf dem Gebiet Rheinhausens eine Landmarke zu errichten. Landmarken gibt es inzwischen viele in NRW (z.B. Tiger and Turtle in Duisburg), im Westen Duisburgs, in Rheinhausen jedoch noch keine. Die Rockelsberg-Halde besteht aus 11 Hektar Grünfläche, Schlacke aus ehemaligen Hochöfen und dem befestigten Hochplateau mit 360' Grad Rundblick direkt am Rhein. Wäre das nicht ein idealer Ort für dieses Projekt? Die Mehrheit der Rheinhäuser Bevölkerung glaubt an einen Gott in den Spuren von Abraham, wenn auch in unterschiedlichen Bekenntnissen. Daraus entstand die Idee, eine Landmarke mit spirituellem Akzent zu errichten: ein interreligiöses Kunstwerk! Judentum, Christentum und Islam sind heute die am meisten vertretenen Religionsgemeinschaften in unserer Stadt. Nicht überall stehen sie in einem spannungsfreien Verhältnis, gewiss. Das geplante Zeichen soll aber Menschen jeden Alters und jeder Herkunft daran erinnern, dass die Religionen einen tiefen inneren Bezug haben und aufeinander aufbauen. Die gemeinsame Herkunft und Geschichte, nicht das Trennende und Konfrontierende,  soll die Landmarke  zum Ausdruck bringen.
Auf Anregung von Herrn Luven fand ein intensives Gespräch mit dem Künstler Ivica Matijevic in seinem Atelier statt. Er präsentierte bald ein dreidimensionales Modell der künftigen Landmarke. In Frau Bezirksbürgermeisterin Frau Astrid Hanske fand sich eine engagierte Förderin des Landmarkenprojektes. Die Bezirksvertretung beschloss am 16.01.2020 mit allen Fraktionen: „Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Machbarkeit (der Landmarke) den Entwurf von Josef Jakobi zur Religionsverbindung zu Grunde zu legen.“.
Angesichts der Übergriffe in Halle, auf Moscheen und in Hanau in jüngster Zeit werden immer wieder deutliche Worte des Entsetzens und Rufe zum friedlichen Leben in einer pluralen Gesellschaft laut, warnen Verantwortliche aus Politik und Kultur. Auch die Pfarrei St. Peter schließt sich diesen Aufrufen an und unterstützt die Bestrebungen, ein sichtbares Symbol der verbindenden Gemeinschaft der Gläubigen zu schaffen:
Die Halde Rockelsberg in Rheinhausen als ein sichtbares und ständiges Zeichen für ein friedliches „Miteinander“ der Religionen im öffentlichen Raum.

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